Die Kunst, mit Kunst zu spielen

Zugegeben, eigentlich mag ich Memorie-Spiele nicht, weil ich immer mitleidende Blicke der Jüngsten am Tisch ernte, die auf meinen traurig kleinen Gewinnstapel schauen. Ich habe kaum einmal eine Chance. Dabei spiele ich gerne! Und um so erfreuter (aber auch skeptischer) war ich, als mir liebe Freunde (die mich scheinbar sehr gut kennen!) das „Andere Memo-Spiel“ zum Geburtstag schenkten.

Der Untertitel auf der kleinen Spielschachtel machte mich neugierig:KUNST, 25 ungleiche Paare“. Auch hier geht es um verdeckte Spielkarten, die man finden und zuordnen muss, um sie zu erhalten, doch die Pärchen sind eben nicht zwei gleiche Motive, sondern zwei unterschiedliche Bilder ein und desselben Malers oder Malerin. Klingt einfach, ist es aber nicht.

Denn natürlich denkt der kunstinteressierter Mensch, das alles sei kein Problem, doch je mehr Spielkartenpärchen auf dem Spielfeld liegen, umso öfter stockt man, wird unsicher und schaut auf das Beiblatt, auf dem alle Künstler und Künstlerinnen mit den zwei Memo-Kunstwerken abgebildet sind und erklärt werden. Und im ersten Moment ist man einmal mehr frustriert, bis einen der Ehrgeiz packt und denkt: Das kann doch nicht so schwer sein.

Bevor ich mich traute, das Spiel mit einem Partner zu spielen (den mal erst einmal finden muss!), habe ich immer und immer wieder „geübt“, um z.B. das „Mädchen mit Ranunkel“ von 1914 und „Komposition II“ von 1916 des Künstlers Theo von Doesburg (den ich bislang nicht kannte) zuordnen und auf meinen Gewinnstapel legen konnte.

Natürlich gelingt einem bei vielen Künstlern, deren Werke man hinlänglich kennt wie Hyronimus Bosch, Paul Césanne, Albrecht Dürer, Paul Klee oder Oskar Schlemmer die Bildzuordnung leichter. Doch auch schon bei bekannten Künstlern, die ähnlich malten wie Jan Vermeer oder Leonardo da Vinci, wird man unsicher: Von wem ist die „Milchmagd“? (Hätten Sie es gewusst?) Schwierig auch, ähnliche Motive wie.z.B. Schalen mit Äpfeln in ähnlicher Maltechnik dem jeweilig „richtigen“ Maler zuzuordnen.

Und am Ende ist man stolz: Nicht nur, weil endlich der Gewinnstapel größer ist als sonst, sondern auch, weil man viel gelernt, Gedächtnis trainiert hat und später einmal im Nebensatz den Künstler Theo von Doesburg erwähnen kann.

Eindeutig Daumen hoch und noch einmal Dank an die Freunde.

Übrigens: Wer neugierig geworden ist, sollte auf die Homepage des jungen Unternehmens schauen, das viele interessante Produkte vertreibt: www.caracda.de. Ein solches Memorie gibt es dort auch noch mit anderen Themen wie „Yoga-Positionen“, „Berühmte Paare“, „Autos“ oder „Erfinder“. Hier erfährt man auch, wie vor 10 Jahren beim Gründer Marcus Franzelin alles mit einem Rucksack begann und bis heute eine Erfolgsstory ist:Heute steht hinter caracda.de ein kleines Münchner Team, das täglich mit jeder Menge Herzblut und Leidenschaft bei der Sache ist. Bewusster Konsum, Langlebigkeit und Persönlichkeit – das zeichnet unsere junge Marke aus. Und diese Werte sind untrennbar mit unserem eigenen Lebensgefühl verbunden. Wir sind jeden Tag bemüht, uns zu verbessern. Und wir haben noch viel vor. Schritt für Schritt versuchen wir online einen kleinen Lieblingsladen für dich zu schaffen, bei dem du Produkte mit Wertschätzung und Qualität findest. Produkte, die dich genauso lange begleiten, wie mich mein Lederrucksack.“

Viel Spaß beim Spielen !

Text/Bilder: Michael Troesser

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