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Wie müßig, das tausendfach Gedachte zu schreiben, wie unwiderstehlich der Drang. 

Es ist angedichtet.

Wie müßig, das tausendfach Gefühlte zu malen, wie unwiderstehlich der Drang.

Es ist angemalt.

 „Die Phantasie ist der eigentliche Ort der Freiheit“ 

Pascal Mercier / Das Gewicht der Worte / Seite 556 

Neuer Blogbeitrag / September 2021

Bildgewordene Neurosen

Zu dem Buch von Richard W. Eichler - 1960

Die Frage, was ist die reine, wahre, vollkommene, ewige, perfekte, richtige, ästhetische, moderne, alte usw. Kunst in Abgrenzung zu dekorativer Kunst, Hobbykunst, Kitsch usw. ist bis heute relevant und führt immer wieder zu heftigen Diskussionen und Abgrenzungsversuchen bis hinein in die Politik.

Im Nationalsozialismus hat man durch die Ausstellung „Entartete Kunst“ versucht, hier eine eindeutige Linie zu ziehen, wobei es vor allem um eine Abgrenzung zwischen der traditionellen Kunst (der Art entsprechenden) und der modernen, abstrakten Kunst ging. Unzählige Künstler und ihre Werke von Barlach bis Chagall, Kandinsky bis Klee von Pankok bis Picasso wurden diffamiert. Viele Künstler und Künstlerinnen flohen in andere Länder, tausende Bilder und Skulpturen wurden vernichtet.

Inhaltlich ging es hierbei vor allem um „abstrakte“ Kunst, bei der Künstler sich Stück für Stück von der traditionellen, Jahrhunderte alten „akademischen Malerei“ trennten, d.h. den mutigen Schritt wagten, sich in den Werken von der Wiedergabe der realen Welt zu verabschieden. Im Kern ging und geht es darum, der inneren Gefühlswelt mit Pinsel und Leinwand eine äußere Form zu geben und dadurch neue, individuelle, von Betrachtenden oft unverstandene Wirklichkeiten zu schaffen. Einer der ersten, der erstmals diesen Weg zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschritt (und durch eine Schrift „Über das geistige in der Kunst“ intellektuell zu erklären versuchte) war Wassily Kandinsky.

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September 2021

Emmas Traummann

Emma sucht im Internet                                    Ihren Mann fürs Leben                                      Nicht arm, nicht alt, nicht dumm, nicht fett      Einen Traummann eben                                                                              

Die Sehnsucht wird nun digital                        Die Wünsche sind vernetzt                            Mit Klicks und Bytes in großer Zahl                  Sie durch die Netze hetzt                                                                              

So surft sie nun schon lange Zeit                  Mit Laptop in der Diele                                      Fast ist sie digital schon leid                            Es sind einfach zu viele          

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Neuer Blogbeitrag / August 2021

Die Zukunft der Vergangenheit

Serie / Teil 2

Schon immer war und ist auch heute noch der Blick in die Zukunft für junge Menschen von besonderer Bedeutung, weil dies vor allem ihre eigene Zukunft betrifft, d.h. in welche Zukunft sie selbst hineinwachsen werden. Denn je älter man wir, um so mehr Zukunft hat man schon hinter sich.

Die schon 1880 erstmals erschienene Jahrbuchreihe: „Das neue Universum“ folgte dem Konzept, aktuelle Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Unterhaltung für Jugendliche zu präsentieren und bei vielen Themen auch Blicke in die Zukunft zu werfen. Entsprechend las man im Untertitel: „Ein Jahrbuch für Haus und Familie, besonders für die reifere Jugend, mit einem Anhang zur Selbstbeschäftigung „häusliche Werkstatt““.

Daneben gab es später die Reihe “Durch die weite Welt“ und in der DDR das „Urana Universum“, die auch das Konzept verfolgten, Wissensdurst verständlich zu und Zukunftsträume koppeln wollten. Da es sich bei den Themen zu einem großen Teil um Technik handelte, waren sie in den 50er und 60er Jahren beliebte Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke vor allem für Jungen, die Reihe „Durch die weite Welt“ hieß der Untertitel: “Das große Buch für jeden Jungen“

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Neuer Blogbeitrag / Juni 2021

Mit Musik verzaubern

Die „Sonatoren“ malen mit Tönen und Texten Traumbilder

Andreas Cipa & Wolfgang Kerscher

Es gibt Momente im Leben, da fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Man wird förmlich hinweg getragen wie in einer Art Flow. Neben der Sprache kann dies vor allem die Musik, der dieses Überwinden der Schwelle zum Traumversunkenen, Gedankenverlorenen, zu neuen Bildern im Kopf und unbekannten Gefühlen der Seele gelingen kann. Das ist übrigens die Definition von „versonnen“. Man hat die eine Sonne hinter sich gelassen und hat seinen Gefühlen erlaubt, eine neue Form des Erlebens zu ermöglichen, sich von neuen Sonnen betören zu lassen.                                                             Versonnen“ heißt entsprechend die Debut-CD zweier Herren aus der Nähe von Nürnberg, die schon einige Jahrzehnte den Lauf der Zeit gesehen, erlebt, erfühlt haben und denen es nun als Sonatoren mit ihrer Musik und lyrischen, teils humorvollen Texten genau dieses Kunststück gelingt, das Publikum mit ihrer spielerischen Leichtigkeit anzustecken.

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Häutung

Er ist blind. Stumm und zufrieden tastet er sich durch sein Leben. Das Dunkel ist ihm zur Gewohnheit geworden. Die Stille zum Glück. Er lacht wie das gedankenfreie Kind.

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Coronakreuze

Bergmann                                  Ackergerät                                      Schutzpatron

Flächenmaß                              Bienenprodukt                                Papillon                       weiterlesen im Blog….

Klassenweiche

Beim Arzt gibt es heut                 Klassenweiche                            Private hier und da die Kasse    Es trennen Arme sich                   und Reiche                                  Doch Kasse allerdings ist Masse

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