Foto

„Fotografien gelten seit langem als Wegweise der Vergangenheit, als Möglichkeit, das, was war, in dem was ist, zu bewahren. Anders als Gemälde, die einen Gegenstand erfinden können, bewahren Fotografien einen Gegenstand in einem realen Zeitmoment“

Siri Hustvedt,2007/Alte Bilder
Die Wäsche am Seil
Ästhetik der Verfalls

In den hier gezeigten Fotoprojekten geht es um eine Verknüpfung von Bild und Wort, von Visuellem und Sprachlichem.

Das bedeutet, dass unter einer bestimmten Über-Schrift  (z.B. „Wäsche am Seil“) verschiedenste fotografisch eingefrorene, visuelle Fundstücke präsentiert werden, die nur in dem einen Moment, bis sie trocken (oder gänzlich verfallen) und wieder verschwunden sind, mit der technischen Apparatur des wurden.

Das bedeutet, dass unter einem bestimmten sprachlichen Topos, unter dem sich der Betrachter selbst unendliche Bilder und Möglichkeiten vorstellen kann, bestimmte visuelle Sichtweisen eines einzelnen Menschen (Fotograf) ausgesucht (fotografiert) wurden.

Auch hier wiederum hat der Betrachter die Möglichkeit, seine eigenen Interpretationen der jeweiligen Überschrift mit dem zu vergleichen, erweitern, beschränken usw. – was er vorfindet – auch über die Bildgrenzen der Fotografie hinaus.

 

So wird der jeweils eingefrorene Moment wieder lebendig, für eine ungewisse Zeit.am Seil

„Fotos werden mechanisch hergestellt, was bedeutet, dass sie, anders als Gemälde, außerhalb der menschlichen Wahrnehmung erstellt werden, sie existieren als Repräsentationen außerhalb unseres Körpers. Gleichzeitig sehen wir Fotos mit unsewrenb Augen. Die Launen des menschlichen Sehens gelten für Fotos genauso wie für alle anderern Gegenstände, die wir wahrnehmen.“

Siri Hustvedt, ebenda